Ab Mitte April wird es richtig rund gehen im Hotel Gartner. Die Celebritys sind im Anmarsch. Literaturfestival 3.0. Caroline Wahl, Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Sabine Rückert, Heinz Strunk, Timon Kalayta und Michel Friedman.
Mehr geht für mich (und vor allen Dingen natürlich für die Besucher…) nicht.
Lesen, plaudern, zuhören, eventuell auch einfach mit den prominenten Sprach-Größen abhängen.
Cool, oder?
Meistens zumindest.
Bis sie alle im Hotel einchecken werde ich nämlich noch ein bisschen schwitzten müssen. Und nicht wenig arbeiten. Sind nicht immer einfach die Idols. Ein paar Extra-Wünsche da, klare Forderungen und kurzfristige Veränderungen dort. Am Flughafen abholen, nein, doch Anreise mit dem Privat-Pkw. Ach nee, Meinung geändert. ich komme jetzt mit dem Zug. Na dann. Taxi ist schon unterwegs.
Sie speisen nur vegan? Aber klar doch. Die Köche freuen sich aber sowas von darauf. Ach, Sie essen im Zimmer? Der Servierwagen ist schon unterwegs. Die Kellner stehen -Gastro-Gewehr bei Fuß bereit. Schlagsahniges Lächeln inklusive. Minibar voll mit Cola Zero? Wenn es dem Magen guttut. Ist ja nicht mein Magen.
Das Zimmer entspricht nicht ihrem Geschmack? Kein Problem. Wie sagte dereinst schon Oscar Wilde:,, Diese Tapete ist mein Tod. Einer von uns beiden muss gehen.“. Tja, das wird dann in unserem Fall wohl die Tapete sein.
Können wir dann auch noch über das Licht-Konzept reden? Die Werbemaschine läuft doch, oder? Aber klar. Versteht sich doch von selbst. Zuerst richtig angestrahlt und dann globalsocialmedial richtig in Szene gesetzt.
Die Presse bombardiert mich mit Interview-Anfragen. Ich bombardiere die Künstler mit den Anfragen. Die Künstler ignorieren die Bomben. Und wenn dann doch eine Rückmeldung kommt wird es wieder kompliziert.
Interviews? Wie?
Wer fragt mich was, wann, warum? Und dann auch noch direkt nach dem Lunch.
Und was ist mit dem Bio-Rhythmus?
Kein Ding. Dann reden wir halt nach dem Mittags-Schläfchen.
In der Langweiler-Kommode sollen andere stöbern. Wir greifen ins oberste Künstler-Regal und dann muss man halt flexibel sein. Begegnung mit hochkarätigem zeitgenössischem Bildungsgut kann einem auch durchaus etwas abverlangen. Wer in den Satzkaskaden der Stars duschen, will muss halt auch dafür sorgen, dass alles richtig angenehm ist für die Damen und Herren aus der Szene.
Aber alles kein Thema. Das kriegen wir hin.
Die Erfahrung sagt mir, dass, wenn die Promis mal im Hause sind, alles ganz easy sein wird. Sind auch nur Menschen die Stars. Und im Hotel wartet neben dem Auftritt auch viel Urlaub auf sie. Ein guter Cocktail: Zuerst die Kunst, dann der Applaus und dann beginnt schon der Part mit der organisierten Schonung von den Unannehmlichkeiten des Lebens.
Am 13. April geht es los. Caroline Wahl liest aus ,,Die Assistentin“. Und dann geht es Schlag auf Schlag. „Biarritz“, „Sputnik“, „ZEIT-Verbrechen“, ,,Kein Geld .Kein Glück. Kein Sprit“, ,,Heilung“, ,,Mensch“.
Bücher wie Schallverstärker. Und das Hotel bietet den Raum für die Geräuschkulisse.
Geil!
Wir freuen uns riesig auf die kommenden Wochen.