Katholisch, hungrig und gut drauf

Der dritte Tag in Rom

Also wenn man in Rom etwas nicht braucht, dann ist es ein Wecker. Jeden Morgen pünktlich um 6 wird direkt unter unserem Zimmer der Glas-Container unseres Hotels geleert. Ja und dann ist man wach.

Auch schön.

So hat man mehr vom Tag. Und kann selbigen dann beispielsweise nutzen indem man auf den Spuren von Michelangelo wandelt, sich ein paar Fresken von Raffael reinzieht, die Werke des klassizistischen Bildhauers Canova bewundert oder darauf wartet dass der Pabst den Kopf aus seinem Wohnungsfenster steckt, um den Gläubigen mal kurz ,,Hallo“ zu sagen.

Ich nehme es vorweg: Letzteres ist nicht passiert, Wahrscheinlich wollte Franziskus sein kahles Haupt einfach nicht dem kalten Wind aussetzen, der aktuell so durch Rom weht. Kann man dem Katholen-Chef nicht verdenken.

Da wo er offenbar nicht war, haben wir uns heute getummelt: im Vatikan. Unglaublich welche Kunstschätze dort lagern. Nach drei Stunden Führung durch die verschiedenen Museen deren Sammlungen zu den größten und wichtigsten der Welt gehören und deren unbestrittenere Höhepunkt die sixtinische Kapelle darstellt, waren wir lull und lall. Einfach großartig was wir alles sehen durften. Die ganzen Eindrücke man aber erst mal sacken lassen. Erst recht nachdem wir kunsthungrig wie wir nun mal sind noch einen Abstecher in den Petersdom unternahmen.

Schöne Grüße übrigens von der Pieta! Nachdem ihr vor einigen Jahrzehnten ein offenbar geistig verwirrter Besucher die Nase zertrümmert hat geht es ihr jetzt schon wieder besser. Hinter Panzerglas fühlt sie sich augenscheinlich sicherer.

Nach dem intensiven religiösen und kunsthistorischen Programm tun ein Glas Franciacorta und eine Schüssel mit Cozze und Vongole im ursprüngliche Arme Leute-Viertel Viertel Trastevere, welches mittlerweile zum hippen Nightlife-Quartier mutiert ist, richtig gut.

Bewusst gibt es erst jetzt am späten Nachmittag was Gutes zu essen, immer dem guten alten lateinischen Grundsatz (schließlich sind wir ja in Rom) ,,Plenus venter non studet libenter“.

Eben…

Zuerst die Kultur dann das Futter…

Am Abend geht es noch ins Kino. Auf dem Programm steht Kenneth Branaghs ,,Belfast“. Nominiert für sieben Oscars schon jetzt einer der Kino-Hits des Jahres, man vergönnt sich ja sonst nichts…

Als dann: Bis morgen. Die Rom-Highlights werden nicht weniger werden, Soviel ist schon mal sicher…

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