Tag 6: Die Gartners und die Schönen

Also ich muss schon sagen: Der Spaßfaktor im Ibiza-Hotel ist echt groß. Was hier an Publikum herumläuft: Einfach Bombe! Es geht schon am Morgen los. Auf der Frühstücksterrasse tummeln sich lauter Opfer von offenbar vollkommen durchgeknallten Schönheits-Chirurgen. Aufgespritzte Lippen, ballonrunde Brüste und tätowierte Schulter-Blätter sorgen dementsprechend für ein wirklich groteskes (Frühstücks)-Schlachten-Gemälde.

Der uralte Gassenhauer, den ich für mich selbst passend zur Situation anstimme passt wie sprichwörtliche Faus aufs Auge:

,,Oh, wie ist das schön, oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehn, so schön, so schön…”

Dass alle so unglaublich beauty sind liegt nicht zuletzt an der umfangreichen Frühstücks-Karte auf der jedes zweite Gericht mit dem Zusatz-Hinweis Vegan, Sleep , Detox oder Fitness versehen ist. Mein schlechtes Gewissen macht sich erstmals bemerkbar, als ich sehe wie die Dame vom Nachtbars-Tisch entsetzt auf meinen Rohschinken-Chorizo-Salami-Teller blickt. Sofort bitte ich den Kellner mich von dieser fleischlichen Versuchung zu befreien und eile zum Buffet um mir ein kleines, natürlich veganes Soja-Croissant zu holen. Der nunmehr zufriedene Blick meiner -übrigens sehr attraktiven weil von oben bis unten durchoperierten und entsprechend modellierten.- Tischnachbarin signalisiert mir, dass ich ihren Hinweis verstanden habe und dabei bin in die Riege der Schönen, Reichen und Gesunden aufgenommen zu werden. Ich glaube ich habe jetzt meinen Ibiza-Lifestyle -Weg gefunden. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass dass ich (Gott sei Dank…) bereits mehrfach tätowiert bin!

Sobald ich wieder zuhause bin lasse ich mich dann auch noch botoxen.

Versprochen!

Am Nachmittag fahren wir mit unserem Mietwagen (nicht zu glauben: ein SEAT IBIZA) in die Hauptstadt Eivissa. Die historische Oberstadt ist wunderschön, den Rest kann man vergessen. Am ehesten lohnt sich noch ein Spaziergang am Hafen. Das war es dann aber auch schon.

Umso aufregender sind die Strände rund um Ibiza. Großartig die ,,Ses Salines“, ein Salzgewinnungs- und Naturschutzgebiet mit wunderbarem Sandstrand.

Jetzt im November tummeln sich dort gar einige FKK-Liebhaber. Ich bin so begeistert von diesen nackten Tatsachen, dass ich kurz davor bin mir meine Kleider vom Leib zu reisen und meinen Aastral-Körper öffentlichen Hippie-Blicken auszusetzen. Im letzten Moment hält mich meine Frau davon ab mich mit den Unbekleideten zu fraternisieren. Wie immer hat die Gattin recht. Mein bleicher nordeuropäischer Körper wäre unter den gebräunten Südländern wohl doch eher unangenehm aufgefallen. Ich komme vielleicht eher am Ende des Urlaubs wieder, wenn Hotel-Detox und Ibiza-Sonne ganze Arbeit geleistet haben.

P.S. Im Bild ,,Flötschman” beim Versuch den Schönen und Reichen Paroli zu bieten.

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