Tag 7 und 8: Die Gartners psychedelisch: Der Urlaub geht zu Ende

Haben Sie mich gestern vermisst? Hat sich eine große Leere in Ihrem Leben aufgetan, weil Sie nichts von mir gehört haben? Weil Sie nicht erfahren durften was sich in den letzten beiden Tagen unseres Urlaubs Großartiges ereignet hat?

Ja? Echt jetzt? Wirklich wahr?

Dann sind Sie auf dem genau richtigen Trip und haben den wahren Spirit dieses Blogs verinnerlicht.

Und somit auch den Geist unserer Reise. Den tieferen Sinn von Urlaub an sich.

Sie merken schon ich befinde mich mittlerweile in einem euphorischen, nahezu tranceartigen Gemütszustand hervorgerufen durch die Hippie-Geister Ibizas.

Und das vollkommen ohne Drogen, mit Null Aufwand an bewusstseinsverändernden Rauschmitteln. Oder wollen Sie die paar Gläschen Cava die wir uns zwischendurch hinter die Binden kippen diesbezüglich dazuzählen?

Nicht wirklich, oder?

Also jetzt wo wir das geklärt haben lassen Sie mich weitererzählen. Neue Nahrung für ihre Psyche, lecker Futter für die Seele…

Los geht’s!

Wer Ibiza bereist fährt schlussendlich an den Strand. So weit, so banal.

Punkt.

 Aus.

Die Ortschaften der Insel kann man sich eigentlich sparen. Manche sind so klein, dass die Orts-Einfahrt gleichzeitig auch schon die Ausfahrt darstellt. Architektur-Preise werden auch anderswo vergeben. Weiße und flache Häuser schön in die Landschaft integriert aber irgendwie auch unspektakulär. Aber egal…Deshalb sind wir auch nicht hier. Es gibt anderes zu erkunden auf Ibiza.

Mit unserem weißen potthässlichen SEAT IBIZA klappern wir die gesamte Insel ab. Von Strand zu Strand zu Strand zu Strand, zu Strand…Wir graben unsere bleichen Zehen in den weißen Sand, halten unsere Saison-geplagten Füßchen in das immer noch relativ angenehme Mittelmeer und setzen unsere helle Haut der Sonneneinstrahlung des Südens aus.

Zwischendurch schlendert ganz entspannt irgendein nackter Rastaman*Frau (Entschuldigung das Sternchen hätte ich jetzt beinahe vergessen, wir sind ja schließlich in Gender-Zeiten…) an uns vorbei oder meditiert im Schneidersitz, den Blick in die Ferne gerichtet. Manch einer soll beispielsweise beim Anblick des legendären Gesteins auf der kleinen der ,,cala d`hort´´ vorgelagerten Insel ,,Es Vedra“ Engelsstimmen gehört haben, andere waren überzeugt der Landung von UFOS beigewohnt zu haben, wieder andere Yogis sahen sich selbst über die Strände schweben. So will es zumindest die Legende.

Wem`s Spaß macht…

Uns widerfährt nichts dergleichen. Wir bleiben am Boden und hören nur unsere eigenen Stimmen, sind aber in Anbetracht der landschaftlichen Schönheit der Insel vollkommen damit zufrieden.

Außerirdische brauchen wir auch keine, wir haben ja schließlich die Gäste in unserem Ibiza-Hotel. Das reicht. Und statt dem UFO haben wir unseren SEAT.

Es ist einfach gut hier.

Der Abschied von der Insel fällt uns dementsprechend schwer.

Von der Rückfahrt gibt es wenig Aufregendes zu erzählen. Eigenartigerweise ist das Gewicht unserer Koffer beim Check-In nun plötzlich wieder ok, keiner beklagt sich und wir können wieder entspannt reisen.

Vielleicht haben wir auch Hilfe von den Geistern Ibizas erhalten.

Wundern würde es mich nicht!

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